Wie ich wohne

Wer wohnt wie? In der Kolumne geben Menschen aus dem BISS-Netzwerk Einblicke in ihren Wohnalltag. Sie erzählen, wie sie früher gelebt haben, wie sie momentan wohnen und was sie sich für die Zukunft erhoffen.

Der Sonntagskoch

Protokoll ANNELIESE WELTHER

Foto MARTIN FENGEL

Seit einigen Wochen wohne ich in einer ruhigen Seitengasse der Boschetsrieder Straße, in einem Mehrfamilienhaus aus den Siebzigerjahren, ganz oben im dritten Stock. Wenn man im dunklen Treppenhaus hochsteigt, gelangt man auf meiner Etage wieder ans Licht, das durch die Dachfenster eindringt. Mein neu gekauftes Regal ist noch ganz leer. Die Welt ist auch nicht an einem Tag entstanden, mit der Zeit wird es sich füllen. Als ich die Wohnung zum ersten Mal betrat, waren gerade mal ein Stuhl, ein Bettkasten und ein von der Wand herunterklappbarer Tisch drin. Alles andere habe ich neu gekauft: Teppiche, Gardinen, eine Matratze, die restlichen Stühle und den Fernseher. Zum Fernsehen hatte ich bislang nicht viel Zeit, aber ich schalte ihn gerne ein, um Geräusche in der Wohnung zu haben. Natürlich hoffe ich, bald mal etwas richtig anschauen zu können. Meinen Kaffeeautomaten habe ich auch noch nicht in Betrieb genommen, er steht in meiner kleinen Kochnische. Bei der Caritas, wo ich vorher wohnte, musste man sich die Küche mit vielen Leuten teilen. Da habe ich mir nie etwas zubereitet, bin morgens früh raus und abends spät nach Hause. Mit meinem Zimmernachbarn hatte ich kaum Kontakt. Jetzt koche ich mir sonntags gerne was, zum Beispiel Bohnensuppe oder Kartoffelpüree. Unter der Woche komme ich nach wie vor spät von der Arbeit, da ich in Restaurants verkaufe. Die U-Bahn ist keine zehn Minuten entfernt, von dort bin ich schnell überall. Für mein Ein-Zimmer-Appartement zahle ich 495 Euro warm. Einen Teil meines Verdienstes wende ich dafür auf, einen weiteren schicke ich meiner Frau in Rumänien. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, wo es nur Einzelhäuser gab, egal wie klein diese auch waren. Das von meinen Eltern hatte ein großes Zimmer, in dem wir alle einschließlich uns fünf Kindern wohnten. Mein Leben teile ich ein in die Zeit, bevor meine Mutter starb, und in die danach. Ich glaube, sie hatte Krebs, ganz genau habe ich das damals nicht mitgekriegt, da ich erst sechs Jahre alt war. Etwa zwei Wochen lang hat sich mein ältester Bruder, selbst gerade mal 14, um mich und meine anderen Geschwister gekümmert, dann musste mein Vater uns ins Heim geben. Dort hatten wir alles, Kleider, Essen, andere Kinder zum Spielen, wir konnten zur Schule gehen, aber eins fehlte uns doch: die Liebe unserer Eltern. Nach der achten Klasse machte ich eine Ausbildung zum Tischler. Eine Anstellung fand ich nie und schlug mich mit Aufträgen von Ortsansässigen mehr schlecht als recht durch. Einige Male fuhr ich zur Apfelernte nach Österreich. Dann beschloss ich, Rumänien zu verlassen, und landete schließlich in München. Meiner Frau wurde vor Kurzem ein Tumor aus dem Unterleib entfernt, allerdings ist bei der Operation einiges schiefgelaufen und ihr wurde eine Vene durchtrennt. Sie hat immer noch Beschwerden und muss einen Sack voller Medikamente nehmen. Im August und an Weihnachten besuche ich sie. Vielleicht kann ich sie irgendwann einmal nachholen.

Wie ich wohne

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Protokoll ANNELIESE WELTHER

Foto MARTIN FENGEL

Die Beschenkte

„Ich habe eine Überraschung für dich!“, lauteten die Worte meiner Betreuerin vom Jobcenter. Wir trafen uns vor Ort, die Räume waren noch ganz leer, sie umarmte mich und ich fing an zu weinen, denn ich konnte mein Glück nicht fassen. Das Einzimmerappartement, in das ich damals einziehen durfte, liegt in einem Mehrfamilienhaus im Münchner Stadtteil Milbertshofen, ist hell und gut in Schuss. Es hat ein Bad mit Fenster und einen kleinen Flur, der in ein großes Zimmer führt. Mittlerweile habe ich mir einen Tisch mit Stühlen, einen Kleiderschrank, Teppiche, einen Fernseher und ein Schlafsofa gekauft. Zudem habe ich ein zusammenklappbares Bett für meinen Sohn, der auf Baustellen arbeitet und immer mal wieder vorbeikommt. Er ist jung und will, im Gegensatz zu mir, immer was in der Stadt unternehmen. Auch braucht er viel zu essen, da kommt meine Küchenzeile, die mir das Jobcenter eingebaut hat, so richtig zum Einsatz. Für mich selbst bereite ich nur kleine Portionen zu. So viel muss ich gar nicht kochen, denn an meinen Verkaufsplätzen vor zwei Bioläden und einem Wochenmarkt werde ich oft verköstigt, kriege Kaffee, Tee, aber auch richtige Mahlzeiten und Päckchen mit Wurst oder Eiern. Ich bin in einem rumänischen Kinderheim aufgewachsen, schlief dort mit bis zu 40 Kindern in einem Saal. An diese Zeit erinnere ich mich ungern, denn es gab viel Prügel. Jedoch half ich in den Sommerferien einer Bauernfamilie bei der Kartoffel- und Heuernte sowie bei allem, was auf dem Hof anfiel. Ich hatte ein eigenes Zimmer und fühlte mich, auch wenn ich von morgens bis abends arbeiten musste, wie eine Prinzessin. Kurz bevor die Schule losging, stattete die Familie mich mit Schulsachen und Kleidern aus. Selbst unterm Jahr brachte sie mir Pakete mit Sülze, Schinken oder Käse. Diese Leute waren so gut zu mir, sie erklärten mir nicht nur, wie man die Arbeit verrichtet, sondern gaben mir auch nützliche Ratschläge fürs Leben, vermittelten mir Umgangsformen und brachten mir bei, mich für alles, was ich bekomme, zu bedanken. Für meine Wohnung bin ich sehr dankbar, denn ich weiß, was es bedeutet, auf der Straße zu leben. Nach meiner Zeit im Kinderheim arbeitete ich als Putzfrau und übernahm kleine Arbeiten in Privathaushalten. Mit anderen jungen Leuten übernachtete ich in der Umkleidekabine eines Sportplatzes. Zum Schlafen legten wir unsere Kleider auf den Boden und waren froh über den warmen Ofen. Später erhielt ich ein Zimmer bei einer Frau, für die ich Holz hackte. Im Leben habe ich mit vielen Leuten Glück gehabt. Mit meinen Nachbarn verstehe ich mich auch prima, wir laden uns gegenseitig zu einer Tasse Tee oder Kaffee ein und ratschen über dies und jenes. Kommunikation ist für mich alles. Ich finde es unheimlich wichtig, die Sprache des anderen zu sprechen, da hat man gleich einen ganz anderen Zugang. Anstelle eines Sprachkurses habe ich übers Arbeiten Deutsch gelernt sowie übers Fernsehen, das neben Saubermachen und Aufräumen zu meinen allabendlichen Ritualen gehört.

Wie ich wohne

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Der Akribische

Protokoll FELICITAS WILKE

Foto MARTIN FENGEL

„Eine Führung durch meine Zweizimmerwohnung im Münchner Osten beginnt am besten auf dem Balkon. Hier verbringe ich gerne Zeit. Zum Rauchen, aber auch zum Gärtnern. Auf wenigen Quadratmetern findet man hier Topfpflanzen, aber auch Efeu oder Zyklamen. Selbst Mais und Bohnen habe ich hier schon angebaut und geerntet. Das ist für mich zu einem richtigen Hobby geworden. An den Balkon grenzt das Wohnzimmer, in dem ich nicht nur fernsehe oder Zeitung lese, sondern auch schlafe und arbeite. Ich habe nämlich einen Mitbewohner, einen Krankenpfleger aus Nepal, der im kleineren Zimmer wohnt. Ich helfe ihm mit dem ganzen bürokratischen Papierkram, weshalb in meinem Zimmer auch ein PC und viele Aktenordner stehen. Wir kommen gut miteinander aus und unterstützen uns gegenseitig. Er kocht zum Beispiel recht gern. Danach duftet die Küche immer nach Koriander, Curry und Kurkuma. Für meinen Geschmack sind das manchmal ein bisschen zu viele Gewürze, aber solange es nicht zu scharf ist, esse ich gern mit. Ansonsten begebe ich mich selbst an den Herd und koche Nudeln mit Olivenöl – ganz klassisch, wie in Italien. Aufgewachsen bin ich nämlich an der Weinstraße in Südtirol. Ich war Einzelkind und meine Mutter ist früh verstorben. So spielte sich meine Kindheit vor allem in der Natur ab. Ich erinnere mich noch gut an meinen Schulweg, der gesäumt war von Kastanienbäumen. Nach der Schule habe ich Kellner gelernt, und zwar im besten Hotel der Region. Noch bevor ich zum Militärdienst musste, führte mein Beruf mich sogar ins Ausland, ins edle Sofitel nach Lyon in Frankreich. Nach meiner Zeit beim Militär landete ich über einen Zwischenstopp in Innsbruck in München. Dort bin ich hängen geblieben und arbeitete weiterhin als Kellner in verschiedenen Lokalen und Cafés. In meinem Beruf war ich ein Profi, doch von brutto und netto wusste ich damals noch nicht so viel – und verdiente daher letztlich weniger, als ich eigentlich dachte. Außerdem geht die Gastronomie ganz schön auf die Knochen. Die Arbeitstage sind lang, man steht die ganze Zeit und trinkt mitunter zu viel Alkohol. Ich konnte meinen Beruf irgendwann nicht mehr ausüben und ging in Frührente. Toll ist meine Rente nicht, aber ich habe ja noch meine Arbeit bei BISS. Da ich gesundheitlich nicht ganz fit bin, gilt meine Wohnung als behindertengerecht und hat unter anderem ein barrierefreies Bad. Das funktioniert aber leider nicht ganz so, wie es sollte: Das Wasser fließt nicht richtig ab. Ansonsten lebe ich aber gern in meiner Wohnung. Die Städtische Wohnungsgesellschaft, zu der das Haus gehört, ist ein angenehmer Vermieter. Solange ich ihr keinen Stress mache, bereitet sie mir auch keinen. Insgesamt zahlen wir 810 Euro an Miete. Mit Mieterhöhungen hält sich die GWG glücklicherweise sehr zurück. Allerdings hatte ich zuletzt eine hohe Nebenkostennachzahlung: 1.000 Euro – die muss man erst mal reinarbeiten. Ich zahle sie jetzt in Raten zurück, was zum Glück möglich ist.“

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Protokoll FELICITAS WILKE

Foto: MARTIN FENGEL

Der Erzähler

„Gerade sind ein paar meiner Möbel mit Planen verdeckt, denn bald tut sich etwas in meiner Wohnung: Nach 23 Jahren kommt ein neuer Boden rein. 23 Jahre, genauso lange lebe ich schon in meiner Wohnung im Stadtteil Berg am Laim. Die Anlage wurde um das Jahr 2000 gebaut, ich gehörte zu den Ersten, die einzogen. Hier lebe ich bis heute auf 42 Quadratmetern, für die ich 370 Euro Warmmiete bezahle. Meine Wohnung hat einen kleinen Flur, ein Bad, ein großes Zimmer mit Küchenzeile und einen Balkon, wo ich im Sommer gern meine Zigaretten rauche. In dem Zimmer befindet sich in einer Nische mein Bett. In der Mitte des Raums stehen meine Couch, der Couchtisch, an dem ich auch esse, mein Fernseher und eine schöne, alte Anrichte, die ich von meinem ältesten Sohn bekomme habe. Darin habe ich Geschirr verstaut. In die kleinen Fensterscheiben auf den Schranktürchen habe ich Fotos reingesteckt – „wie so eine Oma“, schimpft meine Lebensgefährtin gern. Aber so habe ich viele Erinnerungsstücke immer im Blick, zum Beispiel das Hochzeitsbild meiner Schwester. In der Nische am anderen Ende des Zimmers habe ich meine Küche. Einen Ofen hat sie nicht, aber dafür eine Mikrowelle. Wenn ich allein zu Hause bin, mache ich aber meist ohnehin nur eine Brotzeit. Allein kochen lohnt sich nicht. Besucht mich meine Lebensgefährtin oder ich sie in ihrer Wohnung in Neuperlach, kochen wir aber schon, immer abwechselnd. Auch wenn ich seit mittlerweile mehr als 40 Jahren in München lebe, komme ich gebürtig aus Straubing. Ich bin in Ittling aufgewachsen, einem inzwischen eingemeindeten Dorf kurz vor Straubing. Später sind wir innerhalb der Stadt umgezogen. Wir waren neun Geschwister und lebten in einer Wohnung. Unser Pech, denn Familien ab zehn Kindern bekamen damals ein Haus gestellt. Ich war der Älteste, aber eher schüchtern. Nach der Schule habe ich drei Jahre lang eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker gemacht. Die Theorie lag mir nicht so sehr, aber geschafft habe ich meinen Abschluss trotzdem. An der Wand über meinem Sofa hängt bis heute mein Gesellenbrief. Eine Zeitlang habe ich auch in diesem Beruf gearbeitet, aber dann bin ich zur Bundeswehr, habe dort meinen Lkw-Führerschein gemacht und als Fahrer gearbeitet. In München ging es für mich zur Deutschen Post. Ich bestand sogar die Beamtenprüfung, doch damals verdienten Angestellte zu Beginn besser, weshalb ich mich nicht verbeamten ließ. Tja, heute bereue ich’s, aber es passt schon. Dann wurde ich krank. Ich bekam Angst- und Wahnzustände und lebte für eine Weile im Blauen Haus für psychisch Kranke. Dann kam ich zur BISS, wo ich seit 17 Jahren arbeite und seit 15 Jahren eigene Geschichten in der „Schreibwerkstatt“ zu Papier bringe. Das Schreiben ist mein Hobby geworden, genauso wie das Lesen. „Moby Dick“, zum Beispiel. Manchmal fühle ich mich einsam in meiner Wohnung, denn viele meiner Freunde sind schon gestorben. Aber dann denke ich an die vier Kinder, die ich dank meiner Lebensgefährtin habe, und an meine fünf Enkerl. Sie sind inzwischen groß, aber die Fotos an meinen Wänden erinnern mich an sie.“

Wie ich wohne

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Protokoll ANNELIESE WELTHER

Foto MARTIN FENGEL

Der über den Dächern der Stadt thront

Meistens liegen viele Stunden Arbeit hinter mir, wenn ich die dunkel verfärbten, ausgetretenen Holzstufen hinaufgehe, nicht selten beladen mit Einkäufen. Ich hatte mal Tuberkulose und auch eine Operation am Bein, da macht mir das schon zu schaffen. Aber es hat auch seine Vorteile, so weit oben zu wohnen: Keiner steigt an meiner Wohnung vorbei, um ein höheres Stockwerk zu erreichen, und stört mich durch seine lauten Schritte. Es ist ruhig hier über den Dächern der Stadt. Mit den Nachbarn verstehe ich mich gut, allerdings sehe ich sie selten. Abends möchte ich einfach nur nach Hause und habe keinen Sinn für lange Unterhaltungen. Zu meiner Wohnung gehören ein 24 m2 großes Zimmer, eine Küche, ein Bad und ein Flur, insgesamt sind es 46 m2 . Dafür zahle ich mittlerweile 1.200 Euro warm. Das halte ich für zu viel. Bis auf die hohe Miete und das Treppensteigen gefällt mir die Wohnung aber gut, und doch empfinde ich sie auch als Gefängnis. Das mag daran liegen, dass ich als Kind mit meiner Familie in Rumänien in einem Haus gelebt habe. Mein Vater war Parteimitglied und es ging uns materiell gut. Schade nur, dass meine Eltern sich scheiden ließen, als ich neun Jahr alt war. In meinem Elternhaus war ich es gewohnt, einfach raus in den Garten zu gehen. Hier in der Wohnung habe ich einige Blumentöpfe aufgestellt, die mir die Natur ein wenig ersetzen sollen. Nach der Wende verkaufte mein Vater das Haus und zog in ein Altenheim. Meinen Anteil aus dem Verkauf investierte ich in einen Stand, an dem ich Lebensmittel, Zigaretten und Drogerieartikel verkaufte. Dann, als sich das wegen der steigenden Preise nicht mehr rentierte, jobbte ich in einer Kabel- sowie in einer Schuhfabrik. Straßenkehrer war ich auch, aber ich verdiente immer so wenig, dass ich mich nicht über Wasser halten konnte. Also verließ ich Rumänien. Gleich am zweiten Tag nachdem ich in Deutschland angekommen war, habe ich mir ein Zelt gekauft. Es war geräumig, für sechs Personen ausgelegt. Aus Dämmmaterialien und einer Matratze habe ich mir ein Bett gebaut, ich hatte Töpfe, Teller und einen Gaskocher, auf dem ich kochte, bis ein ehemaliger Freund mich aus meinem Zelt vertrieb. Zum Glück wollte ich sowieso gerade in eine Pension ziehen. Dort wohnte ich neben dem Hausmeister, teilte Bad und Küche mit ihm. Wir verstanden uns gut, aber dann erhielt ich die Nachricht, dass die Pension in drei Monaten aufgelöst werden sollte. Einen Monat später zog ich hier ein. Fünf Jahre lang war ich arbeitslos, bevor ich bei BISS anfing. Die Urkunde, die ich erhalten habe, als ich schon mehr als fünf Jahre fester Verkäufer war, bewahre ich gerahmt über dem Sofa auf. Wenn ich jetzt nur noch eine Wohnung mit Aufzug fände oder zumindest eine im Erdgeschoss, wäre alles perfekt. Ganz wunderbar wäre es natürlich, wenn sie noch einen kleinen Garten hätte und wenn sie unmöbliert wäre, damit ich sie mir selbst einrichten könnte.