BISS-Ausgabe April 2021 | Aktiv leben

Thema | Aktiv und gesund | In Bewegung zu bleiben gelingt vielen am besten in der Gruppe. Im übertragenen Sinn müssen sich Politiker*innen bei vielen Punkten bewegen, damit unsere Gesellschaft sozialer werden kann. | 6 Zusammen aktiv bleiben: Gemeinsam über Stock und Stein | 12 Mindestlohn: Ein erster Schritt, aber noch lange nicht perfekt| 16 Ehrenamt: Junge Menschen engagieren sich | 20 Robert Habeck im Interview: Die Vertreter von 15 deutschen Straßenzeitungen sprechen mit Spitzenkandidaten im Wahljahr| Schreibwerkstatt | 5 Wie ich wohne | 24 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 26 Patenuhren | 27 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen

Gute Zeit

Von
ANNA SCHMID

Jugendliche wollen sich engagieren – doch irgendwie muss dieses Engagement in den vollgepackten Alltag passen. Und wer nicht weiß, in welcher Stadt er morgen studieren wird, lässt sich vielleicht nicht gern auf ein längeres Projekt ein. Doch wer will, findet viele Möglichkeiten.

Die 18 jŠhrige Roxy trifft sich im Rahmen ihres Ehrenamtes mit Senioren im Pflegeheim.

Ich habe sie sehr bewundert“, sagt Roxana. Zwei Jahre lang hat die 18-jährige Schülerin eine Bewohnerin in einem Münchner Pflegeheim besucht, jeden Sonntag für eine oder anderthalb Stunden. Die beiden haben Zeit miteinander verbracht, sich unterhalten und zusammen Kuchen gegessen. Roxana möchte nächstes Jahr ihre allgemeine Hochschulreife machen und überlegt gerade, was sie danach studieren will. Anders als die Frau, die in diesem Text Klara Müller heißt, haben sie und ihre Mitschülerinnen heute beinahe alle Möglichkeiten. „Ihr Leben war so anders als meines“, sagt sie. Vor wenigen Wochen ist Klara Müller gestorben. Wie alt sie war, wollte sie ihrer Besucherin nie verraten. 272 Bewohner leben in verschiedenen Wohnbereichen in dem Münchner Pflegeheim, das sich auf die Betreuung und Pflege dementer Menschen spezialisiert hat.

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BISS-Ausgabe März 2021 | Endlich Frühling

Cover des BISS-Magazins März 2021

Thema | Austausch | Wenn alle auf Abstand gehen sollen, ist es besonders wichtig, sich auszutauschen, zu tauschen und manchmal auch einfach nur zu geben. | 6 Ins Gespräch kommen: Deutsch lernen und Bayern verstehen| 10 Nachverdichtung: Lebensqualität oder Wohnungen | 16 Vergesst die Obdachlosen nicht: Interview mit Pater Rotter von St. Bonifaz | 20 Wohnungsbörse: Ein Projekt für mehr Wohnraum in München | Schreibwerkstatt | 5 Wie ich wohne | 28 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 23 Patenuhren | 24 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen

„Ich wünsche mir, dass Obdachlose bei der Corona-Impfung nicht vergessen werden“

Die Abtei Sankt Bonifaz im Münchner Stadtteil Maxvorstadt kümmert sich um Bedürftige und Obdachlose. Auf dem Gelände der ehemaligen Klostergärtnerei steht das Haneberghaus, in dem Gäste normalerweise ein warmes Essen und Kleidung bekommen, sich duschen können, einen Sozialarbeiter und einen Arzt konsultieren können. Der 54 Jahre alte Frater Emmanuel Rotter und sein Team kümmern sich auch in der Corona-Krise um Menschen auf der Straße – allerdings sind die Angebote derzeit stark eingeschränkt.

Interview CLAUDIA STEINER

Foto TOBY BINDER

Pater Emmanuel Rotter vor St. Bonifaz

Das Motto der Obdachlosenhilfe von Sankt Bonifaz lautet: „Keine Vorschriften machen, sondern Türen aufmachen.“ Geht das überhaupt in Zeiten der Pandemie?

FRATER EMMANUEL ROT TER: Ganz beschwerlich. Ganz beschwerlich geht es, die Türen aufzuhalten und das zu tun, was wir vor der Pandemie gemacht haben. Wir fahren während der Corona-Krise alles sehr reduziert. Das Haneberghaus in Sankt Bonifaz ist nicht gebaut für eine Pandemie. Wir haben nur einen Eingang, der direkt in den Speisesaal führt. In dem Gebäude sind auch die Arztpraxis, die Sozialarbeit, die Kleiderkammer und die Duschen. Mir war es besonders wichtig, dass wir die Praxis offen halten können, weil viele unserer Gäste unversichert und krank sind.

Das heißt, welche Angebote können Sie im Moment unter den geltenden Abstandsund Hygieneregeln anbieten?

Wir geben seit Beginn der Krise Lunchpakete aus, im Moment sowie donnerstags und freitags, leider Gottes kein warmes Essen. Aber das wäre wegen der Abstandsregeln nicht möglich. Aber die Gäste haben zumindest was zu essen. Aber ich bin glücklich darüber, dass die D3 der Caritas in der Hirtenstraße Bedürftigen warmes Essen anbietet. Die Duschen und die Kleiderkammer sind nur noch am Mittwoch und am Samstag offen, statt wie vor der Krise an vier Tagen die Woche. Die Arztpraxis aber ist wie immer viermal die Woche offen. Wir behandeln weiter Kranke, versorgen Wunden und geben auch Mundschutz aus, wenn wir sehen, dass jemand mit einem total zerfetzten Mundschutz ankommt.

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BISS- Ausgabe Februar 2021 | Hinschauen

Cover des BISS-Magazins Februar 2021

Thema | Hinschauen und aktiv werden | Vor unangenehmen Themen die Augen verschließen? Bequem, die Welt aber wird dadurch nicht besser | 6 München ist bunt: Toleranz und Offenheit sind keine Selbstverständlichkeit | 12 Gewalt gegen Frauen Eine Rechtsanwältin spricht über das große | 16 Simon Pearce: Der Puchheimer Kabarettist über Alltagsrassismus | 22 Plötzlich überschuldet: Der Andrang auf Schuldnerberatungen steigt | Schreibwerkstatt | 5 Wie ich wohne | 24 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 26 Patenuhren | 27 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen