
Zugegeben, es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, die Ausschreibung für die eigene Arbeitsstelle zu sehen, noch dazu so prominent wie hier links auf einer ganzen Seite. Auch wenn die Deutsche Rentenversicherung sagt, dass ich mit nahezu 45 Jahren anrechenbarer Versicherungszeiten als besonders langjährig Versicherte gelte und daher bald in Rente gehen kann. Tatsächlich fühle ich mich voller Elan, kein bisschen matter als in meiner Anfangszeit bei BISS vor 13 Jahren. Wenn es danach ginge, könnte ich noch ewig so weiterarbeiten. Denn die Position der geschäftsführenden Vorständin bei BISS ist so unvergleichlich vielseitig, anspruchsvoll und erfüllend, jeder Tag ist aufs Neue spannend und herausfordernd. Mein Arbeitgeber, der Verein BISS e.V., steht bestens da, wie Sie in diesem Heft (siehe S. 24 bis S. 25) anhand der Zusammenfassung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Vorjahres und der detaillierten Verkäuferstatistik sehen können. Das sind doch ideale Voraussetzungen, sich nach der bestmöglichen Nachfolge umzusehen, oder? Es pressiert nicht, wie man in München sagt, könnte aber auch flott gehen. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet und freuen uns auf engagierte und leistungsbereite Bewerber*innen. Überhaupt gehört ein optimistischer Blick in die Zukunft, auch nach 33 Jahren erfolgreicher Arbeit zum Wohle armer und obdachloser Menschen, zu unserer Grundausstattung. Wir trauen den BISS-Verkäuferinnen und -Verkäufern alles zu, um sich mit eigener Kraft aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Dabei hilft ihnen BISS, bei der Wohnungssuche und mit einem festen Arbeitsvertrag. Das ist für uns echte Hilfe zur Selbsthilfe, die arme Menschen zwar nicht reich machen kann, ihnen aber eine solide Basis für das Weiterleben bietet. Und durch die Zeitschrift haben sie eine Stimme, die gehört wird. Auch in dieser Ausgabe sind Texte von Verkäuferinnen und Verkäufern veröffentlicht (siehe S. 26 bis S. 27), in denen sie von ihren Erlebnissen und Hoffnungen für die Zukunft erzählen. So wie BISS-Verkäufer Zuheir Takiyan, der von seinem Urlaub und dem Familienbesuch im Irak berichtet. Es ist schon ein paar Jahre her, dass wir zusammen gelacht haben, als Herr Takiyan geübt hat, das Wort „Urlaub“ perfekt
auszusprechen, und so lange nicht aufgegeben hat, bis ihm das gelungen ist. Sie merken schon, wir BISSler sind nicht müde, sondern wir bleiben dran. Im Herbst haben wir einiges vor, etwa unseren traditionellen Betriebsausflug mit dem Bus in die Berge. Wir halten Sie in jedem Fall auf dem Laufenden! Wie so oft wissen unsere Leserinnen und Leser mehr – und das aus erster Hand.
Herzlichst

Karin Lohr, Vorstand