BISS-Ausgabe Dezember 2022 | Funkelnde Sterne

Cover des BISS-Magazins Dezember 2022

Inhalt | Funkelnde Sterne | Zurück und nach vorne schauen: Vieles war im zurückliegenden Jahr schwierig, aber es gibt auch Positives zu berichten, zum Beispiel von unseren Hokis | 6 München wird grüner: Was aus den Hokis geworden ist | 12 Interview mit Prof. Stefan Selke: Menschen kann man retten, aber kein Essen | 16 Cohaus Kloster Schlehdorf: Vom Kloster zum genossenschaftlichen Wohnen | 24 Eine Patenuhr für … Unsere fest angestellten BISS-Verkäufer suchen Paten für 2023| 5 Wie ich wohne | 22 BISS-Verkäufer*innen erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 28 Patenuhren | 29 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen

Hoki

Pflanzen in Fahrradschläuchen? Vor eineinhalb Jahren entstand die Idee, Pflanzgefäße aus alten Fahrradschläuchen zu entwickeln, zu bepflanzen und so die Stadt ein wenig grüner zu machen.

Fotos und Text: MARGIT ROTH & HANS ALBRECHT LUSZNAT

STEFAN ANDL Mit dem Pulpo-Rad
brachte er die HOKIs in ihr neues Zuhause

Die Hokis, so heißen die Pflanzgefäße, sollten aber nicht nur ein Beitrag für ein klimafreundlicheres München sein, sondern auch Menschen Arbeit geben und die Möglichkeit, mehr über ökologische Zusammenhänge zu erfahren und obendrein gemeinsam etwas Schönes zu erleben. Im Oktober letzten Jahres machten wir uns – Mitarbeitende aus der Nähwerkstatt, von Dynamo, Pulpo und BISS – auf den Weg zur Staudengärtnerei Spatz in Oberhausen bei Peißenberg, um die Hokis gemeinsam zu bepflanzen. Im Winter lagerten die Gefäße auf Balkonen und in Hinterhöfen. Als die ersten Schneeglöckchen zu sehen waren, wurden die Blumentöpfe verkauft und mit dem Lastenfahrrad ausgeliefert. Viele der Kunden, die innerhalb Münchens wohnen, haben dabei Stefan Andl kennengelernt. Er war es, der mit bis zu sechs Pflanzsäcken durch München radelte. „300 Kilometer bin ich mit dem Lastenrad kreuz und quer durch die Stadt gefahren, bis alle Pflanzgefäße ausgeliefert waren“, erzählt Andl. „Die meisten Kunden bestellten nicht nur einen, sondern gleich zwei oder drei Pflanzsäcke. Es waren noble Büroadressen dabei, aber auch ganz einfache Mietshäuser.“ Beim Ausliefern erlebte Andl die unterschiedlichsten Reaktionen. „Die allermeisten freuten sich, wenn ich ihnen ihren Hoki überreichte. Es kam aber auch vor, dass die Empfänger gar nichts von ihrem Glück wussten, weil es sich um ein Geschenk handelte. Einer fragte mich sogar, was er denn jetzt tun solle. Ich antwortete ihm: ‚Am besten regelmäßig gießen.‘“

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BISS-Ausgabe November 2022 | Frei sein

Cover des BISS-Magazins November 2022

Inhalt | Mutig in die Zukunft | Durch innovative Projekte kann die Welt ein bisschen besser werden. Doch dazu braucht es mutige Menschen mit guten Ideen | 6  Eine Schule im Kongo: Vor zehn Jahren stellten wir die Idee vor. Was ist daraus geworden? | 10 Erfindungen fürs Klima: Drei Bayern, die für ein besseres Klima sorgen wollen | 16 Richtig frei: Fahrradkurse für Frauen | 20 EineWeltHaus: Seit mehr als 20 Jahren wird hier diskutiert, gelernt und geteilt | 29 INSP-Treffen in Mailand | 5 Wie ich wohne | 26 BISS-Verkäufer*innen erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 25 Patenuhren | 28 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen

Münchner Erfindungen fürs Klima

Von CAROLINE VON EICHHORN

Die Ärmsten trifft der Klimawandel am härtesten. Ihn aufzuhalten ist deshalb auch ein sozialer Auftrag. Nicht nur eine sozial gerechte Klimapolitik, sondern auch Innovation und Mut sind dafür nötig! Wir haben drei Erfinder*innen aus dem Großraum München begleitet, die mit ihren Ideen das Klima retten wollen.

Illustration SEBASTIAN JUNG

Die Zeit drängt. Wir müssen die Emissionen senken. Sonst werden nicht nur Teile der Erde unbewohnbar, sondern wächst auch die globale Armut. Die ärmsten Menschen unserer Welt haben den geringsten CO2-Ausstoß, leiden aber am meisten unter den Folgen – doch auch bei uns werden sie mehr und mehr spürbar: in Form von Hitzewellen, Flutkatastrophen und Wassermangel zum Beispiel. Klimaschutz hat die Chance, einen Beitrag gegen die Armut zu leisten. Der wichtigste Hebel dafür ist die Politik, aber auch Forschung, Technologien und ökologische Start-ups sind von Bedeutung, „weil da das Potenzial liegt, wirklich radikale Innovation umzusetzen“, sagt Innovationsökonomin Hanna Hottenrott von der Technischen Universität München. Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Erfindungen aus dem Großraum München, die dazu beitragen sollen, das Klima zu retten. Auf den ersten Blick findet man Ideen zuhauf, doch viele stellen sich als sogenanntes Greenwashing, also nur vermeintlich nachhaltig, heraus. Einige Ideen sind noch nicht weit genug, um sie zu präsentieren. Andere Innovationen gibt es schon ein paar Jahre, doch sie schaffen nicht so recht den Markteinstieg. Innovationen zu entwickeln, die wirklich klimafreundlich sind – kein Zuckerschlecken. „Deutschland ist das Land der Erfinder“, sagt Innovationsexpertin Hanna Hottenrott. „Aber natürlich braucht es nach der Erfindung noch die Umsetzung von der Idee in ein markttaugliches Produkt. Und da hapert es häufig. In den Universitäten zum Beispiel gibt es unglaubliche Erfindungen im Bereich Nachhaltigkeit. Aber nur wenige von denen haben es bisher geschafft, auch umgesetzt zu werden.“ Drei Ideen rund um München haben unser Interesse geweckt. Wir haben sie ein Stück weit begleitet: einen E-Sprinter, recycelten Beton und viele kleine wuseligen Maden.

Idee Nr. 1 Insekten als Futter für Fische, Schweine und Hühner

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BISS-Ausgabe Oktober 2022 | Lernwerkstatt

Cover des BISS-Magazins Oktober 2022

Inhalt | Trifft es wieder die Armen? | Wie unsozial ist die Inflation? Prof. Marcel Fratzscher über Ursachen und Maßnahmen, die helfen könnten. | 6 Lernwerkstatt: Ein Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit | 10 Frauenwohnen: Gemeinsam wohnen ohne WG-Stress | 16 Prävention im Knast: Einer Radikalisierung vorbeugen | 20 Interview: DIW-Chef Prof. Marcel Fratzscher | 26 Rückblick und Ausblick | 5 Wie ich wohne | 23 BISS-Verkäufer*innen erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 25 Patenuhren | 28 Freunde und Gönner | 30 Mein Projekt, Impressum | 31 Adressen