
Die Amtszeit von Münchens neuem Oberbürgermeister Dominik Krause hat für uns BISSler sensationell angefangen, denn Krause kam für sein erstes Interview als OB zu uns in die Redaktion. Gleich frühmorgens am 1. Mai, der ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch war, mit strahlend blauem Himmel, Vogelgezwitscher und Haidhausen in voller Blütenpracht. Bei uns war schon lebhafter Geschäftsbetrieb, wie immer am Erscheinungstag der neuen Ausgabe, an dem sich viele Verkäuferinnen und Verkäufer die Hefte zum Verkauf holen. Natürlich haben wir uns die Chance auf ein Titelfoto mit dem OB nicht entgehen lassen. Jetzt ist er darauf zu sehen, mit Waldemar Niklaus, Marioara Cirpaci und Pietro Dorigo (v.l.n.r.). Das Foto wurde in dem kleinen Garten hinter unserem Büro aufgenommen, wo trotz der frühen Stunde schon die Morgensonne hineinscheint. In das Gärtlein sind dann auch alle anderen Verkäuferinnen und Verkäufer für das Gruppenfoto gekommen, da war richtig was los, und man hat unmittelbar erleben können, wie wichtig ein Platz im Grünen für eine Stadt sein kann. In dem Interview (siehe S. 12 bis S. 15) geht es um das Thema Nummer eins in der Stadt, die Wohnungsnot und wie die neu gewählte Stadtregierung mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen will. Mir gefällt, dass der OB konkret benennt, wo die Stadt selbst handeln kann, wie bei der Umwandlung von Büro- in Wohnflächen, dass aber zu einer Verbesserung der Lage sowohl die Politik der Bundesregierung als auch die bayerische Landesregierung gebraucht werden. Unser Verein verhilft Menschen, die von Armut und Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind, zu bezahlbarem Wohnraum. Das gelingt uns seit über 30 Jahren, oft mit Unterstützung unserer engagierten Leserinnen und Leser. Dafür machen wir, was geht. So kommt es vor, dass BISS zunächst als Hauptmieter fungiert und mit Erlaubnis des Eigentümers untervermietet. Und wir arbeiten eng mit der Stiftung BISS zusammen, die verfügbaren Wohnraum an Menschen mit dringendem Bedarf bezahlbar vermietet. Ich meine, wenn diejenigen, die handeln können, ihren Teil dazu beitragen, dann geht auch etwas voran – private Vermieter, Münchner Firmen mit Werkswohnungen und alte und neue Genossenschaften. Und die Politik, die, wenn sie so auftritt wie Münchens Oberbürgermeister – sachkundig, zuversichtlich, freundlich und gut gelaunt –, so vieles bewirken kann. Wir BISSler wünschen ihm alles Gute!
Herzlichst

Karin Lohr, Geschäftsführerin