Für die Gesundheit im Garten arbeiten

Die Alzheimer-Erkrankung kann bisher nicht geheilt werden. Aber man kann mit Therapien dafür sorgen, dass es den erkrankten Menschen besser geht. Dazu gehört auch die Garten-Therapie: Menschen mit Alzheimer verbringen eine gute Zeit im Garten.

Alzheimer ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Menschen. Es ist eine Erkrankung des Gehirns. Dabei verschlechtert sich das Gedächtnis nach und nach. Betroffene vergessen zum Beispiel Namen, Termine oder bekannte Wege. Menschen mit Alzheimer brauchen deshalb oft Unterstützung und Betreuung.

Es ist bisher noch nicht ganz erforscht, warum Menschen an Alzheimer erkranken. Aber zum Beispiel können das Alter, die Genetik und auch Rauchen, Alkohol und Einsamkeit das Risiko erhöhen.

Clara Breckerbohm arbeitet bei der Alzheimer Gesellschaft Landkreis München e.V. Die Alzheimer Gesellschaft berät Familien, Ehrenamtliche und Unternehmen. Clara Breckerbohm sagt: „Viele Angehörige wissen gar nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn jemand in der Familie erkrankt.“ Demenz-Erkrankungen sind sehr unterschiedlich. Die Krankheit erkennt man oft nicht gleich. Zuerst erinnern sich die betroffenen Menschen nicht mehr an alles. Und man denkt, das liegt am Alter. Dann vergessen die Menschen immer mehr und haben auch Probleme mit dem Sprechen. Sie brauchen dann immer mehr Unterstützung, um den Alltag zu schaffen. Zum Schluss können die Erkrankten dann nicht mehr selbständig leben. Sie können nicht mehr richtig sprechen und sich bewegen. Sie brauchen intensive Pflege.

Aber Unterstützung in der Pflege ist schwer zu bekommen. In Zukunft wird das noch schwerer. Etwa 5,7 Millionen Menschen brauchen aktuell Pflege. Im Jahr 2050 könnten es etwa 6,7 Millionen sein. Zusätzliche Angebote wie Garten-Therapie sind nicht vorgeschrieben. Sie sind mehr als die normale Pflege. Die Garten-Therapie gibt es bisher vor allem in Pflege- und Altenheimen. Dort sind Wohlbefinden, Freude und soziale Kontakte sehr wichtig. Das kann der Gesundheit helfen. Das ist wissenschaftlich bestätigt.

Bei der Garten-Therapie arbeiten Menschen mit Alzheimer und Betreuende gemeinsam im Garten.

Denn es gibt bisher keine Heilung für Menschen mit Alzheimer. Aber die körperliche Arbeit und sich bewegen, etwas berühren und riechen und mit anderen Menschen zusammen sein: Das tut gut! Und plötzlich können die Menschen wieder etwas, was sie lange nicht mehr konnten. Sie erinnern sich wieder an etwas, was sie schon lange vergessen hatten.

Bärbel Zirkel ist Garten-Therapeutin. Sie hat ihre Ausbildung vor 10 Jahren gemacht. Sie sagt: „Die Natur war schon immer wichtig für mich. Ich hatte früher ein Blumengeschäft. Ich brauche das Grüne.“ Mit ihrer Leidenschaft möchte sie kranke Menschen unterstützen. Sie ist sich sicher: „Grün hilft heilen.“

Heinz Kollmer geht jeden Dienstag zur Garten-Therapie im Garten des ehemaligen Pfarrhauses in Unterföhring. Er hatte früher einen eigenen Garten und kennt sich noch immer gut mit Pflanzen aus. Zwei andere Teilnehmende sind schon stärker erkrankt: Sie gärtnern nicht mehr, aber sie riechen und ertasten Gemüse, Obst und Kräuter. Die Garten-Therapeutin gibt ihnen auch kleine Obst-Stücke oder Pflanzen zum Schmecken. Durch die bekannten Geschmäcker, Gerüche und Gefühle sollen die Erinnerungen zurückkommen. Gemeinsam verbringen die Teilnehmenden im Grünen eine gute Zeit. Jeder macht so viel, wie er möchte und kann.

Bärbel Zirkel ist von der Garten-Therapie überzeugt. Sie sagt:

Und das sieht man den Teilnehmenden an: Sie essen vom Obst und Gemüse und lachen.

Mehr Infos und Kontakt:

Alzheimer Gesellschaft
Landkreis München e.V.
Hauptstr. 42
82008 Unterhaching
089 66059222
kontakt@aglm.de
www.aglm.de
Zuständigkeitsbereich:
Landkreis München


Alzheimer Gesellschaft
München e.V.
Josephsburger Str. 92
81673 München
089 475185
info@agm-online.de
www.agm-online.de
Zuständigkeitsbereich: Stadt München

Original-Text von Leon Scheffold

Zusammenfassung in Einfacher Sprache von Verena Reinhard, www.einfachverstehen.de