Wie die Skulptur entstand

KUNSTAKTION IM ÖFFENTLICHEN RAUM ZUM 25-JÄHRIGEN JUBILÄUM VON BISS

von Karin Lohr

Wie gut anspruchsvolle Kunst und erstklassiges Handwerk zusammengehen, kann man an der Kooperation der britischen Künstler von Studio Morison und der bayerischen Bauexperten der Firma Xaver Lutzenberger beobachten. Nach den Plänen von Ivan Morison wurden in der Werkstatt in Pfaffenhausen im Unterallgäu insgesamt 1.400 Bauteile aus Holz produziert und zu größeren Elementen zusammenmontiert. Diese Elemente wurden dann straff mit dem silbergrauen, halb transparenten Stoff überzogen. Was sich so einfach anhört, erfordert präzise Vorarbeiten, exakte statische Berechnungen und ein solides Fundament aus Beton, in das vor Ort die Stahlträger verankert werden. Während der Produktion kam Ivan Morison zweimal nach Pfaffenhausen, um mit den Mitarbeitern der Firma Lutzenberger die Konstruktionspläne zu diskutieren, Betonmuster zu besichtigen und später die ersten fertigen Teile in Augenschein zu nehmen. Zwischendurch wurde es noch einmal richtig aufregend, als irrtümlich nicht der bestellte silbergraue Stoff, sondern andersfarbiges Material geliefert wurde. Das konnte den engen Zeitplan trotzdem nicht durcheinanderbringen, und so wird die Skulptur in voller Schönheit diesen Sommer auf dem Wittelsbacherplatz stehen und zur Besichtigung einladen.