Was uns verbindet

SOZIALE GERECHTIGKEIT

Protokoll CHRISTOPH GURK

IN DER BISS-KOLUMNE KOMMEN MENSCHEN ZU WORT, DIE EINE PERSÖNLICHE ERFAHRUNG ODER IHR INTERESSE AN EINEM THEMA ODER PROJEKT VERBINDET. IN DER BEGEGNUNG ZEIGT SICH, DASS MENSCHEN TROTZ UNTERSCHIEDLICHER LEBENSLAGEN, ÜBERZEUGUNGEN UND PERSÖNLICHKEITEN IMMER AUCH ETWAS GEMEINSAM HABEN … UND DR. HANS JOCHEN VOGEL, 91, ALT-OB VON MÜNCHEN UND SPD-POLITIKER HILDEGARD DENNINGER, 69, VORSTANDS- VORSITZENDE DER STIFTUNG BISS …

 

DR. HANS-JOCHEN VOGEL: Vor 20 Jahren bin ich zum ersten Mal in das Büro der BISS gekommen. Mir hat imponiert, dass sich hier Menschen zusammengefunden hatten, die anderen nicht nur mit Spenden helfen wollten, sondern mit einem festen Arbeitsverhältnis.

HILDEGARD DENNINGER:
Von da an kamen Sie einmal im Jahr vorbei. Wir haben schnell Gemeinsamkeiten entdeckt. Sie hatten zum Beispiel immer eine Liste mit Fragen dabei, die Sie abgehakt haben. Als gelernte Bilanzbuchhalterin gefällt mir so etwas natürlich!

VOGEL: Es gab auch gemeinsame Anliegen, das Hotel BISS zum Beispiel. Dafür habe ich mich sehr engagiert – letztlich ist das Projekt aber an der CSU-Landtagsfraktion gescheitert, der finanzielle Aspekt war leider wichtiger als ein soziales Projekt.

DENNINGER: Was wir immer noch gemeinsam haben, ist der Wunsch nach mehr sozialer Gerechtigkeit.

VOGEL: Dabei leben wir ja in einer Zeit des Wohlstands! Trotzdem geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

DENNINGER: Da ist aber auch die Politik gefragt. Es muss mehr getan werden gegen Steuerflucht. Der Reichtum der Gutverdiener muss wieder zurück an die Gesellschaft gehen und zum Beispiel in Bildung und Wohnungsbau investiert werden.

VOGEL: Das stimmt. Gesetze und Strukturen müssen verändert werden, damit es mehr Gerechtigkeit gibt. Es müssen aber auch mehr Menschen zusammenkommen, um ihren Mitmenschen zu helfen – und was gäbe es da für ein besseres Beispiel als die BISS!