Was uns verbindet

IN DER NEUEN BISS-KOLUMNE KOMMEN MENSCHEN ZU WORT, DIE EINE PERSÖNLICHE ERFAHRUNG ODER IHR INTERESSE AN EINEM THEMA ODER PROJEKT VERBINDET. IN DER BEGEGNUNG ZEIGT SICH, DASS MENSCHEN TROTZ UNTERSCHIEDLICHER LEBENSLAGEN, ÜBERZEUGUNGEN UND PERSÖNLICHKEITEN IMMER AUCH ETWAS GEMEINSAM HABEN SOLOMON VANTU, 31, BISS-VERKÄUFER AM GOETHEPLATZ … UND VINKO RUBIC, 66, RENTNER

SCHÖNER WOHNEN

SOLOMON VANTU: Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Über die BISS habe ich eine Wohnung bekommen. Als ich das erste Mal die Tür aufmachte, konnte ich mein Glück nicht fassen. Alles war so schön und frisch renoviert von Herrn Rubic!

VINKO RUBIC: Ich habe in meinem Leben schon viele Sachen gemacht, ich war Maurer, Bodenleger und Monteur. Vor einem Jahr bin ich in Rente
gegangen. Über meine Tochter hatte ich Kontakt zur BISS. Als sie fragten, ob ich eine Wohnung renovieren könnte, habe ich natürlich sofort zugesagt.

VANTU: Ich komme aus Rumänien, in Deutschland war ich erst Möbelpacker, dann bei einem Paketdienst, das waren schlechte Jobs, zum Glück habe ich die BISS gefunden. Ich mag das Verkaufen, aber München ist teuer, und mein Geld reichte nie für eine eigene Wohnung. So habe ich auf der Straße geschlafen, im Sommer wie im Winter. Das war eine harte Zeit.

RUBIC: Als ich in den 70erJahren von Dalmatien nach München gekommen bin, war Deutschland noch ein anderes Land. Heute wird der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer. Es war viel Arbeit, die Wohnung für die BISS zu renovieren, aber ich habe das gern gemacht, nicht nur wegen dem Geld, sondern weil ich gern helfe.

VANTU: In der ersten Nacht konnte ich vor Aufregung nicht schlafen, heute freue ich mich jeden Tag, wenn ich nach Hause komme. Nur einen Traum habe ich noch: dass meine beiden Töchter an Weihnachten zu Besuch kommen. Dann feiern wir – in meiner eigenen Wohnung.

Protokoll CHRISTOPH GURK