Neue Tassen

EIN TEXT AUS DER SCHREIBWERKSTATT

von Sandra Boca

Im Oktober habe ich mithilfe der BISS eine Wohnung bekommen. Es ist meine erste Wohnung überhaupt. Als ich den Schlüssel bekam und das erste Mal über die Türschwelle ging, konnte ich nicht glauben, dass ich jetzt endlich ein Dach über dem Kopf habe, dass ich nicht mehr auf der Straße schlafen muss. Ich habe jetzt eine Schlafcouch, eine Küche, eine Waschmaschine und eine Dusche. Wenn ich abends nach der Arbeit nach Hause komme, bade ich mich, dann sehe ich ein bisschen rumänisches Fernsehen und meistens schlafe ich dann sofort dabei ein. Am nächsten Morgen stehe ich auf und koche Kaffee. Meine einzige Tasse war aber schon fast kaputt, darum habe ich mich sehr gefreut, als eine Kundin mir vor Kurzem einen Karton gebracht hat. Darauf hatte sie mein Foto geklebt, und in der Schachtel waren neue Tassen, groß und weiß mit Blumen darauf. Sie sind wunderschön, genauso wie meine Wohnung!

Jubiläum am Wittelsbacherplatz

Der Countdown läuft.

Am 30. Juni wird unser Jubiläums-Pavillon ‘I will be with you, whatever‘ feierlich eröffnet, doch bis dahin muss noch so einiges geschehen.  Noch bis Sonntag dürfen sich die Münchner über den Hamburger Fischmarkt am Wittelsbacherplatz freuen, ab Dienstag den 12. Juni 2018 beginnen die Aufbauarbeiten an der fast 9 Meter hohen Skulptur.

 

 

 

 

 

 

 

Im bayerischen Pfaffenhausen bei Xaver Lutzenberger wurde in den vergangenen Monaten an der Fertigung der Bauteile gearbeitet.

Der englische Künstler Ivan Morison von Studio Morison (Künstlerduo des BISS-Jubiläums-Kunstwerks) hat das Bauunternehmen besucht, um die Fortschritte am Pavillon selbst zu sehen. Zusammen mit seiner Partnerin Heather Peak-Morison wird er am Eröffnungswochenende (Samstag 30. Juni / Sonntag 1. Juli 2018) nach München anreisen und vor Ort, am Wittelsbacherplatz, sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Hans Albrecht Lusznat

BISS-Ausgabe Mai 2018 | BISS – Der Film

Cover des BISS-Magazins Mai 2018

Thema | BISS im Film: Drei Jahre lang begleiteten Wolfgang Ettlich und sein Team vier unserer BISS-Verkäufer mit der Kamera. Der Film, der dabei entstand, hat im Mai auf Münchens Dokumentarfilmfestival, dem DOK.fest, Premiere | 6 Ort der Begegnung: Das Bellevue di Monaco im Zentrum der Stadt | 12 Schulden – und jetzt? Der Weg der Entschuldung ist nicht einfach, aber möglich | 16 Masse Mensch: Wie Crowdworking die Gesellschaft verändert | 20 BISS – Der Film: Über die Entstehungsgeschichte des BISS-Films | 24 Ein Viertel Jahrhundert BISS „I will be with you, whatever“ | Schreibwerkstatt | 5 Was uns verbindet | 26 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 28 Patenuhren | 29 Freunde und Gönner | 30 Impressum, Mein Projekt | 31 Adressen

Was uns verbindet

IN DER BISS-KOLUMNE KOMMEN MENSCHEN ZU WORT, DIE EINE PERSÖN LICHE ERFAHRUNG ODER IHR INTERESSE AN EINEM THEMA ODER PROJEKT VERBINDET. IN DER BEGEGNUNG ZEIGT SICH, DASS MENSCHEN TROTZ UNTERSCHIEDLICHER LEBENSLAGEN, ÜBERZEUGUNGEN UND PERSÖNLICHKEITEN IMMER AUCH ETWAS GEMEINSAM HABEN

Protokoll: Christoph Gurk; Illustration: Martin Fengel; Foto: Barbara Donaubauer

ZÄHNE

DR. ANDREA STORCK (52), ZAHNÄRZTIN BEI DRES. HELLHAKE UND STORCK …
… UND GERALD CONSTANTIN PANCESCU (41), BISS-VERKÄUFER AM ODEONSPLATZ

GERALD PANCESCU: Meine Eltern waren sehr arm. Ich komme aus Rumänien, dort hat mein Vater in einer Traubenzuckerfabrik gearbeitet. Damit wir Kinder keinen Hunger hatten, brachte er welchen mit nach Hause. So habe ich schlimme Karies bekommen und Zähne verloren.

ANDREA STORCK: In unserer Praxis behandeln wir seit Jahren BISS-Verkäufer. In den meisten Fällen geht es dabei erst mal darum, Mundhygiene zu optimieren, kariöse Zähne zu versorgen und fehlende Zähne zu ersetzen. Denn wenn jemandem ein Zahn fehlt, dann schlägt sich das auch auf das Selbstvertrauen nieder.

GP: In Rumänien habe ich Polsterer gelernt, Jobs gab es aber keine, also bin ich als Maurer nach Italien, dann als Tellerwäscher nach Innsbruck, am Ende bin ich in München gelandet und zur BISS gekommen. Sie hat mich zu Frau Dr. Storck geschickt.

AS: Ich selbst habe lange unter einer Zahnspange gelitten und dachte immer, dass man das doch anders machen könnte. Ich wollte dann Kieferorthopädin werden; während des Studiums merkte ich aber: Zahnmedizin gefällt mir besser. Man hat mit unterschiedlicheren Leuten zu tun. Klar, viele haben Angst, die kann man ihnen aber nehmen, durch kleine Schritte und Erklärungen. Am Ende sollen alle hier zufrieden herausgehen.

GP: Seit zwei Jahren bin ich bei der BISS. Ein Jahr davon war ich immer wieder in Zahnbehandlung. Manchmal war es schwer, aber wenn jetzt Kunden zu mir kommen, kann ich sie anlächeln.