BISS-Ausgabe November 2017 | Leben und Sterben

Thema | Leben und Sterben: Das Thema „Tod“ löst bei vielen Menschen Unbehagen und sogar Angst aus. Doch das Leben mit dem Tod kann auch eine Bereicherung sein | 6 Nicht nur Trauer: Christoph Lindenmeyer im Gespräch mit dem ehrenamtlichen Hospizhelfer Theodor Kilgert | 10 Leben mit dem Sterben: Geschwister von todkranken Kindern fotografieren | 16 Späte Trennung: Über Paare, die sich im Alter trennen | 20 Reise nach Rumänien: Mit zwei BISSVerkäufern unterwegs in ihre Heimat | 25 „L’Itinéraire“: Zu Besuch bei der Montrealer Straßenzeitung | 24 Rückblick – Ausblick: BISS in Zahlen, Daten, Fakten | Schreibwerkstatt | 5 Was uns verbindet | 26 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 29 Freunde und Gönner | 28 Patenuhren | 30 Impressum, Mein Projekt | 31 Adressen

Reise nach Rumänien

Einige unserer BISS-Verkäufer kommen aus Rumänien. Unser Sozialarbeiter Johannes Denninger hat zwei von ihnen auf ihrer Heimreise in den Sommerurlaub begleitet

Text & Fotos HANS ALBRECHT LUSZNAT

Es ist der 2. August um 17.30 Uhr, dritter Ferientag und Hauptreisezeit in Bayern. Unter den 48 Fahrgästen sind wir die einzigen Deutschen. Rumänien gehört nicht zu den angesagten Reisezielen der Saison, und die 46 Mitreisenden, die am Münchner Busbahnhof den Mercedesbus von Eurolines nach Bukarest besteigen, sind allesamt Heimkehrer, die in Bayern arbeiten und nun für die Sommerferien nach Hause fahren. So auch unsere zwei fest angestellten BISS-Verkäufer Dan Aranghel und Ion Plesa, die den arbeitsfreien Monat nutzen wollen, um dringende persönliche Geschäfte in ihrem Heimatland zu tätigen. Busreisen sind eine günstige Verbindungsform, und wer mit dem Auto durch Europa fährt und nur die Gebühren für Autobahn und Vignetten zusammenzählt, weiß die 65 Euro zu schätzen, die der Bus bis Sibiu, früher Hermannstadt, kostet. 22 Stunden im Sitzen, 51 Zentimeter für Sitz und Knie, das ist nicht unbedingt komfortabel, aber dann doch weniger schlimm als erwartet. Alle drei Stunden gibt es 20 Minuten Pause an einer Raststätte.

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BISS-Ausgabe Oktober 2017 | Auf der Straße

Cover des BISS-Magazins Oktober 2017

Thema | Leben am Rand: Wir sehen sie nicht oder wollen sie nicht  sehen –  Obdachlose, Co-Abhängige, Menschen  mit Verständnisproblemen | 6 Auf der Straße: Womit Obdachlose täglich kämpfen und dennoch auf der Straße bleiben | 12 Co-abhängig: Sucht fesselt nicht nur die Süchtigen, sondern auch deren Angehörige | 16 Leichte Sprache: Niemand müsste ausgeschlossen werden | 22 INSP-Kongress 2017: Straßenzeitungsmacher aus 28 Ländern trafen sich in Manchester | 24 Rückblick – Ausblick: BISS in Zahlen, Daten, Fakten | Schreibwerkstatt | 5 Was uns verbindet | 26 Aufgelesen: BISS-Verkäufer erzählen, was sie bewegt | Rubriken | 3 Editorial | 29 Freunde und Gönner | 28 Patenuhren | 30 Impressum, Mein Projekt | 31 Adressen

 

 

 

 

Alle Menschen sollen alles verstehen

von Elke Amberg

Das wären paradiesische Zustände: Wenn alle Behörden ihre Briefe und Formulare in Leichter Sprache verfassen würden. Wenn Nachrichten und Lexika, Gebrauchsanweisungen und Arztbriefe, Mietverträge und Amtsschreiben, Bastelanleitungen und Beipackzettel von Medikamenten, wenn all die Schriftstücke, die uns das Leben schwer machen, so geschrieben wären, dass jedermann und jedefrau sie lesen können! Nie mehr müsste man in einer fremden Stadt stundenlang die Fahrkarten-Informationen studieren. Man könnte mit Ärzten auf Augenhöhe sprechen, Ausstellungen wirklich verstehen und genießen, über unsere Geschichte und andere Länder etwas erfahren … Doch davon sind wir heute weit entfernt. Wir leben zwar in einer Informationsgesellschaft, aber de facto kann ein großer Teil der Bürger nicht daran teilhaben. Denn nur lange Schachtelsätze, Beamtendeutsch, das gespickt ist mit Fremdwörtern und Fachchinesisch, gilt als gutes Deutsch. Das wird nur von den Experten selbst oder geübten Bildungsbürgern verstanden. Die anderen Leser – oder besser gesagt Nichtleser – haben sich schon lange damit abgefunden, ausgeschlossen zu sein. Manche schämen sich dafür, andere verschweigen es. Unsere Informationsgesellschaft lässt einen Teil ihrer Menschen „verhungern“ mit den einfachen Botschaften der Werbung, der Klatschpresse, der Popsongs und der Populisten!
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