Weihnachtsgeschenke

BISS-Geschäftsführerin
Karin Lohr
Foto: Sascha Kletzsch

Vor Kurzem erkundigte sich eine Leserin, ob BISS an der Spendenaktion des Internethändlers Amazon teilnehme, bei der 0,5 Prozent des Verkaufspreises sozialen Organisationen gutgeschrieben werden. Offen gesagt bin ich bei solchen Aktionen eher skeptisch, denn Unternehmen wollen in erster Linie ihre Produkte verkaufen, möglichst viel davon und zu möglichst rentablen Preisen. Der soziale Zweck entsteht quasi als Nebenprodukt, das das Unternehmen im wohltätigen Glanz erstrahlen lässt. Den gutgläubigen Kunden wird vorgegaukelt, dass ihr Einkauf unmittelbar Gutes bewirke, indem Konsum und Spenden direkt miteinander verknüpft werden. Dabei könnte Amazon jederzeit spenden, wenn sie es denn wollten. Das war noch vor der Veröffentlichung der „Paradise Papers“, bei denen Amazon mit anderen Weltmarktführern wie Apple, Nike, Ikea & Co. ganz oben auf der Liste derjenigen Unternehmen steht, die zwar Milliardengewinne machen, aber durch trickreiches Ausnützen aller Gesetzeslücken kaum Steuern zahlen. Natürlich müssen hier in erster Linie die verantwortlichen Finanzpolitiker handeln und mit den Steuergesetzen so schnell wie möglich nachziehen. Aber auch wir Konsumenten können etwas tun, indem wir unser Geld bei ordentlichen Unternehmen mit seriösen Geschäftspraktiken ausgeben, beispielsweise für Weihnachtsgeschenke. Auch deshalb gibt es auf der BISS-Weihnachtsfeier, im Anschluss an unser gemeinsames Essen in einer Haidhauser Gaststätte, für alle Verkäufer schöne Plätzchen eines Münchner Konditors zum Kaffee, Einkaufsgutscheine eines Kaufhauses um die Ecke und eine Überraschung aus der PULPO-Werkstatt – think global, buy local! Unserer Leserin habe ich geantwortet, dass sie gerne direkt an BISS spenden könne. BISS ist auf Spenden angewiesen. So brauchen wir nicht nur für jeden unserer 51 angestellten Verkäufer (Seite 24 bis 28) auch für 2018 wieder einen Paten, sondern wir brauchen jede freie Spende, damit wir allen bedürftigen Menschen, die zu uns kommen, helfen können. Dank der Unterstützung durch unser großartiges Netzwerk konnten wir armen und (ehemals) obdachlosen Menschen einen Arbeitsplatz anbieten, vielen in persönlichen Notlagen helfen und einige sogar in eine Wohnung vermitteln. Nur mit Ihnen zusammen, liebe Leser, Freunde, Gönner und Paten kann das gelingen. Ich danke Ihnen deshalb von ganzem Herzen für Ihre Treue und Großzügigkeit und bitte Sie, wenn es Ihnen möglich ist, uns weiterhin zu unterstützen. Im Namen aller BISSler wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten mit schönen Geschenken und erholsame Feiertage!

Herzlichst

 

 

 

Karin Lohr, Geschäftsführerin