2019 – wagen Sie das Unmögliche

BISS-Geschäftsführerin
Karin Lohr
Foto: Sascha Kletzsch

Wenn ich an den Januar vor einem Jahr zurückdenke, erinnere ich mich noch gut daran, wie aufgeregt wir waren, als wir sehr kurzfristig erfuhren, dass für die Errichtung der Skulptur I will be with you, whatever auf dem Wittelsbacherplatz anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums noch eine Baugenehmigung erforderlich ist. Das hatten wir bis dahin nicht gewusst, und jemand mit viel Routine beim Bauen hätte zu diesem Zeitpunkt sicherlich das Handtuch geworfen, weil es fast unmöglich schien, das in der kurzen Zeit hinzubekommen. Wir BISSler haben aber nicht aufgegeben, und so gelang es, alle Genehmigungen gerade noch rechtzeitig beizubringen und dieses wunderbare Projekt zu verwirklichen. Von diesem herrlichen Sommer gibt es einen kleinen Film, den Sie über unsere Website aufrufen und ansehen können. Möglicherweise hebt Sie das wie uns ein bisschen über den erfahrungsgemäß eher kalten und trüben Januar hinweg. Überhaupt finden wir, jetzt sehr verkürzt formuliert, dass im Leben häufig die Begeisterung für eine bestimmte Sache mehr bringt als eine möglicherweise perfekte Routine. Denn gerade wenn man etwas Neues wagt, bringt man so viel Schwung mit, der alle Beteiligten motiviert, ebenfalls ihr Bestes zu geben. Wir BISSler lieben durchaus unkonventionelle Lösungen, wenn sie zum Wohle armer und obdachloser Menschen beitragen. Dazu gehören, weltweit einmalig, die Festanstellungen unserer Verkäufer, von denen die meisten zu unserer Freude und Beruhigung bis Redaktionsschluss wieder Patinnen und Paten für ein weiteres Jahr gefunden haben. Und es betrifft das Engagement der Stiftung BISS, die sich mit uns mit allen Kräften dafür einsetzt, wohnungslosen und sozial benachteiligten Menschen wieder zu bezahlbarem Wohnraum zu verhelfen (siehe Seiten 20 bis 25). Auf dem Münchner Wohnungsmarkt haben Menschen mit einem geringen Einkommen nahezu keine Chance, sie brauchen Hilfe, und jeder, der etwas dazu beitragen kann, ist aufgerufen zum Handeln: die verantwortlichen Politiker, Bauherren, Wohnungsbesitzer und Vermieter. Versuchen Sie also ruhig das Unmögliche und lassen Sie sich nicht abschrecken von einem „Das haben wir ja noch nie so gemacht“. Und sollten Sie irgendwann einmal im öffentlichen Raum ein Kunstwerk errichten wollen, so wissen Sie als BISS-Leser, dass man dafür eine Baugenehmigung braucht, wenn das Kunstwerk höher ist als vier Meter. Im Namen aller BISSler wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr 2019!

Herzlichst

 

 

 

Karin Lohr, Geschäftsführerin